Pino , gestorben am 18. April 2006, mit 10 Wochen. Er bleibt in meinem, in unseren Herzen! Ich habe mir lange Zeit überlegt, ob ich das Schicksal, welches uns so hart getroffen hat, in meine HP aufnehmen soll.
Aber nach all den Strapazen, den vielen Stunden wo ich nicht mehr schlafen konnte und es mich auch heute noch nachts ab und zu überwältigt, habe ich den Entscheid gefällt, das Erlebte nieder zu schreiben. In der Hoffnung, anderen evtl. in ähnlichen Problemen einen Hinweis oder eine Hilfestellung zu geben indem ich dies veröffentliche.
Pino war der 1. Geborene. Alles ging super, die Mama hatte keinen Stress.
Pino war sehr klein und sein Gewicht nur mal gerade 210gr. Doch er zeigte von Beginn weg keinerlei Anzeichen von irgenwelchen Problemen. Cry hat ihn nicht mehr oder minder bemuttert als die anderen Babys. Er hatte sich täglich gut entwickelt, hatte nie an Gewicht verloren, nie Durchfall, auch nicht nach den Entwurmungskuren, ist herumgetollt wie seine Geschwister und zeigte sich prächtig in seiner Entwicklung.
In den ersten Tagen ist mir aufgefallen, das ihm stets die Milch aus dem Mund gefallen ist. Ich kann das nicht anders beschreiben, es ist einfach so. Ich dachte, das er zu gierig trinkt an der Zitze der Mama. Na ja, er war ja auch der Kleinste und musste sich durchdringen an die beste Futterquelle!
Pino zeigte aber niemals Stress in solchen Momenten. Das Getrunkene viel einfach raus, die Mama hat geputzt und damit war es erledigt.
Als dann die Puppy's anfingen ihre Wurfkiste zu verlassen und herumzutoben wurde es schlimmer. Pino "verlor" seine Mahlzeiten unentwegt und ohne irgendwelche Vorzeichen. Es begann ihn auch zu stören und Cry zeigte ziemlichen Stress in diesen Situationen. Es beunruhigte auch mich zusehends obwohl ich an Pinos Verhalten nichts negatives feststellen konnte. Er hat "es" einfach weggeschüttelt, seine Schnauze irgendwo sauber gerieben und weiter ging es mit spielen und herumtoben. Trotzdem machte ich eine gewisse Unruhe an ihm aus. Ich war hin und her gerissen...!
Was sollte ich tun? Ist das normal? Dann hatte ich den Entschluss gefasst, ihn beim TA vorzustellen. Doch just an diesem Tag war er ein ganz normaler Welpe mit keinerlei Problemen...!!! Doch ich spürte-so kannst du den Welpen nicht hergeben. LeeAnn war auch völlig verzweifelt, da ich sie informiert hatte.
Es vergingen nur ein zwei Tage, da ging es wieder von vorne los und diesmal ziemlich heftig. Pino hatte einen ganz schlechten Tag. Ich habe mich dann sofort mit dem TA in Verbindung gesetzt. Pino verbrachte dann den nächsten Tag in der Klinik und wurde gründlich untersucht, allerlei Gesundheitschecks unterzogen. Oh Mann, ein Baby-Welpe und bereits solche Strapazen, dachte ich, doch es musste einfach sein.
Pino hatte eine Lungenentzündung wie das Röntgenbild zeigte, ansonsten gab es keine Anzeichen weiterer Ursachen. Nichts hatten sie gefunden, alles schien okay, mit einer einzigen Befürchtung, das der Schliessmuskel zum Magen nicht ausgeprägt genug ist. Dieser könnte sich jedoch mit dem älter werden verwachsen, resp. wachsen. Es bestand also Hoffnung für diesen kleinen Kämpfer.
Doch es wurde alles nur noch schlimmer. Pino Zustand war so schlecht, dass er sich seine Ruhe verschaffen wollte, Nähe und Wärme suchte bei Cry oder bei mir. Er war zusehends einfach überfordert mit seiner Situation und dem natürlichen Rudelverhalten. Es ging bei mir drunter und drüber und ich wusste nicht mehr wo vorne und hinten ist!
Ich glaube, das ich Stundenlang telefoniert habe um mir Ratschläge zu holen. Ich wusste einfach nicht mehr aus noch ein. Doch niemand konnte mir helfen. Es war für mich ein Horror...!!!! Mein ganzes Rudel völlig aus dem Häuschen! Einfach unbeschreiblich...!
An den Ostertagen musste ich den kleinen Kerl noch einmal in die Klinik bringen. Wieder wurde er von vorne nach hinten untersucht. Diesmal war er matt, liess alles mit sich geschehen, lag einfach da und ich spürte, wie die Kraft von ihm wich. Sein Kämpferherz begann zu sterben! Jetzt konnte und wollte er auch nicht mehr. Ich musste diesen feinen Kerl hergeben, so schmerzhaft es auch war und heute noch ist.
Die veranlasste Autopsie hat gezeigt, das kein Schliessmuskel vorhanden war. Er hätte nicht den Hauch einer Chance gehabt, doch er hat zehn Wochen gekämpft und uns uns viele tolle Stunden und Momente gegeben. Die schwere Lungenentzündung war eine Folgeerscheinung seiner Krankheit.
Es ist sehr traurig einen Welpen mit 10 Wochen zu verlieren. Ich denke da an die Menschen, welche stets um den Welpenwurf waren, an LeeAnn und Lara, die Pino unbedingt und absolut liebten, an Birgit die genauso schockiert und unbeschreiblich traurig war und es heute noch ist, an alle Besucher, Freunde und Bekannte, an alle Menschen die helfen wollten und einfach nur ohnmächtig und ratlos zusehen mussten. Aber auch an Cry-Mama die so unermüdlich und aufopfernd stets zur Stelle war, egal um welches Baby es sich handelte.
Das war der wohl einer meiner schwierigsten Beiträge dieser HP. Die Besucherzahl dieser Seite von mehreren tausend Personen lässt mich hoffen, das ich einen winzigen, aber ehrlichen Beitrag an alle zukünftigen Aussie-Freunde leisten konnte.